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OCT – Optische Kohärenz Tomographie

 

 

Ein neuer Weg zur Analyse von Krankheiten

Die Optische Kohärenz Tomographie (OCT) bietet unter anderem folgende Diagnosemöglichkeiten: Makula - Nervenfaserschicht - Sehnervenkopf. Die vom OCT gelieferten dynamischen Informationen erzeugen Netzhautschichtbilder in höchster Qualität und Auflösung. Somit werden komplette Querschnittsansichten der Netzhautstruktur und reale Schnittbilder der Gewebestruktur ermöglicht. Das Ergebnis sind Daten, die die Leistungsfähigkeit des Arztes zur Diagnose und Behandlung einer Glaukom- oder Netzhauterkrankung erhöhen.

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Was wird genau untersucht?

Ihr Augenarzt kann normalerweise die Netzhautdicke und innere Struktur nur begrenzt beurteilen. Durch die Optische Kohärenz Tomographie (OCT) ist es heutzutage möglich, in einer erstaunlich kurzen Untersuchungszeit absolut schmerzfrei die Netzhautdicke, sowie Veränderungen in ihrem Aufbau und ihrer tieferen Binnenstruktur exakt zu vermessen. Dabei ist es nicht notwendig, das Auge zu berühren. Hierdurch gelingt ein neuartiger Einblick in die kleinste Ebene des Auges. Eine neue Dimension der Diagnostik und Verlaufskontrolle wird somit ermöglicht.

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Abb.1–3: Verschiedene OCT-Untersuchungsgeräte

Warum ist diese Untersuchung wichtig?

Die häufigsten, schwerwiegenden Erkrankungen des Augenhintergrundes gehen im Anfangsstadium mit einer Dickenveränderung der mehrschichtigen Netzhaut einher. Erst deutlich später kommt es zu Veränderungen des Sehens und somit zu merkbaren Symptomen. Es ist eine wichtige Aufgabe der modernen apparativen Diagnostik in der Augenheilkunde, diese Erkrankungen in einem möglichst frühen Stadium festzustellen. Die Haupterkrankungen, die mit dem OCT sinnvoll untersucht werden können sind die diabetische Makulopathie, die Altersbedingte Makuladegeneration sowie das Glaukom (Nervenfaserschicht).

 

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Abb.3: Diabetisches Makulaödem

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Abb.5: Altersbedingte Makuladegeneration

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Abb.4: Erkrankung des Augenhintergrundes (Netzloch)

Welche Erkrankungen sind frühzeitig feststellbar?

Makuladegeneration

Die Altersbedingte Makuladegeneration beginnt mit Ablagerungen unterhalb der Netzhaut. Dabei kommt es zu einer Dickenzunahme, die sehr genau mit dem OCT gemessen wird.

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Abb.6: Maculaforamen Netzhautloch in der Netzhautmitte)

Makulaforamina, entzündliche Veränderungen, Tumore – Abb.6/7

Eine Lochbildung in der Netzhautmitte (Makulaforamen) ist nur mit dem OCT darstellbar und messbar. Eine möglichst genaue Dokumentation der Ausmaße entzündlicher Veränderungen ist von großer Bedeutung, um frühzeitig eine Größenzunahme festzustellen.

Muttermale der Netzhaut (Aderhautnaevus)

Ähnlich wie auf der Haut können sich auch auf der Aderhaut Muttermale bilden, die mit Hilfe des OCT sicher in gutartig oder krankhaft unterteilt werden können. 

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Abb.7: Zentrale Netzhaut bei einem Patienten mit Entzündungen der Netzhaut.

Diabetische Retinopathie – Abb.8

Bei dieser Erkrankung kommt es neben einer Durchblutungsstörung zu einer Flüssigkeitseinlagerung in die Netzhaut. Die Möglichkeit einer Behandlung richtet sich nach der Ausdehnung dieser Veränderungen. Die genaueste Methode, dies zu messen, ist das OCT. 

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Abb.8: Diabetische Retinopathie

 
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